Moderne Friedrichstrasse

11. März 2020

Die Freien Demokraten wollen die Friedrichstraße modernisieren lassen und die derzeitige Kreisstraße danach von der Stadt Kronberg übernehmen lassen. Dazu Holger Grupe, als Vorsitzender der FDP in Kronberg „Die Friedrichstraße ist eine der wichtigsten Straßen in Kronberg, bzw. die wichtigste Straße in Schönberg. Sie sollte diesem Anspruch auch genügen und zeitgemäß saniert werden. Zudem liegen quasi zwei Schulen (AKS und der Montessorischule), eine Kita (Vila Rackeracker) sowie zwei Kirchen an der Straße, weshalb wir uns seit langem dafür einsetzen, dass hier wieder Tempo 30 eingeführt wird. Eine moderne Straßengestaltung kann z.B. mit sog. Shared Spaces arbeiten, Parkbuchten mit Bäumen anbieten, den Verkehr aktiv führen und der Straße einen repräsentativen Charakter geben. Das würde zu Schönberg passen!“

Über unsere Initiative zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an der AKS und der Montessorischule hatten wir ja bereits in unserem Artikel „CDU und FDP werben für mehr Verkehrssicherheit an der AKS“ am 15. Januar 2020 berichtet.

Kreisstrasse

Kreisstraße dienen überwiegend dem zwischen- und überörtlichen Verkehr innerhalb des Hochtaunuskreises und dem Verkehr zwischen benachbarten Landkreisen. Kreisstraßen befinden sich, mit Ausnahme von Ortsdurchfahrten größerer Gemeinden, überwiegend in der Baulast des Hochtaunuskreises. Die nach dem 99-Tage-Kaiser Friedrich III. benannte Friedrichstrasse verläuft von der Hainstrasse im Norden durch Schöneberg bis zur Kreuzung Le-Lavandou-/Stift-Strasse und hat eine Gesamtlänge von ca. 1,4 km.

Der Hochtaunuskreis ist zuständig für insgesamt 382,2 km Strassennetz der überörtlichen Verkehrs, davon entfallen 92,2 km auf Kreisstrassen. Die verbleibenden Strassen sind Landesstrasse 187,2 km Bundesstrassen (77,6 km) und Bundesautobahnen (24,7 km) (Quelle: Haushaltssatzung und Haushaltsplan des Hochtaunuskreises 2019, S. 11). Die Stadt Kronberg betreut dagegen 103 km Gemeindestrasse und Wege. (Quelle: 2. Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Kronberg 2017, S. 18).

Die Liberalen wollen nicht nur die Fußgängerwege ausbessern lassen, die an vielen Stellen Flickwerk sind oder den Ortseingang von Schönberg ansprechender und ökologisch sinnvoller gestalten, ihnen schwebt eine Gesamtheitliche Betrachtung vor.

Die FDP-Bürgermeisterkandidatin Kristina Fröhlich ergänzt: „Die Friedrichstraße ist ein stark genutzter Schulweg. Ich selbst habe eine Tochter an der Schule und möchte, dass auch sie sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren kann. Daher gehört für mich auch ein durchgehender Fahrradweg zu einer Modernisierung der Straße. Das Radwegenetz in Kronberg ist ohnehin sehr lückenhaft und muss verbessert werden.“

Der Haushaltspolitische Sprecher der FDP, Dietrich Kube stellt abschließend fest: „Eine Sanierung ist für die Stadt eine große Chance. Wenn der Hochtaunuskreis die Straße saniert und die Stadt Kronberg sie danach als kommunale Straße übernimmt, haben wir einen enormen Zugewinn für die Stadt erreicht, bzw. für unsere entrichtete Kreisumlage zurückbekommen.“

Kreisumlage

Die Finanzierung des Hochtaunuskreise stellt sich etwas anders dar als die der Stadt Kronberg, da die Realsteuern (Grundsteuer A und B, Gewerbesteuer) den Kommunen und nicht dem Kreis zustehen. Zur Deckung des Finanzbedarfs können Kreise eine Kreisumlage von den kreisangehörigen Gemeinden erheben. Sie berechnet sich aus der Steuerkraft der Gemeinden. Zwischen Kreisen und kreisangehörigen Gemeinden ist die Höhe der Kreisumlage immer wieder ein Konfliktthema. Für die Kreise stellt die Umlage heute die wichtigste Finanzierungsquelle dar.

Im Haushalt 2019 betrug die Kreisumlage der Städte und Gemeinde des Hochtaunuskreises im Haushalt des Hochtaunuskreise €139 Mio. von €460 Mio. Gesamteinnahmen und stelle damit die höchste Einzelposition unter allen Einnahme des Hochtaunuskreises dar. Mit €16,3 Mio. leistet Kronberg einen Beitrag zur Kreisumlage von 11,7% (Quelle: Produkthaushalt 2018/2019 für die Stadt Kronberg im Taunus, S. 33). Bei einer Bevölkerung von 18.500 Einwohnern, hat Kronberg aber nur einen Anteil von 7,8% an der Bevölkerung des Hochtaunuskreises. 

Zurzeit ist die Friedrichstraße eine Kreisstraße, nach einer Sanierung durch den Kreis soll sich das ändern, so die FDP. Nach ihrer Ansicht hat die Friedrichstraße die Charakteristika einer überörtlichen Kreisstraße eingebüßt. Auch die Oberhöchstädter Straße ist eine Kreisstraße, diese ist aber in einem wesentlich besseren Zustand, mit Verkehrsführung, sanierten Parkbuchten und zusätzlichem Baumbesatz. Das Ziel der Liberalen ist die Kontrolle über die Friedrichstraße wieder in Kronberg zu haben, auch um dann wieder Herr über die Regeln zu sein.

Kontakt für Rückfragen

Holger Grupe
Vorsitzender des FDP Ortsverbandes Kronberg
Tel: +49 (0) 6173 783900
Email: holger.grupe.@fdp-Kronberg.de