Posthaus: FDP Kronberg sieht Bestätigung ihrer Linie

vom

Das Posthaus Hotel Residenz wird seit dem 01.01.2026 durch die Co-Rents GmbH als „Posthaus Aparthotel Residenz“ weitergeführt – mit dem Angebot von Apartments (so die Taunuszeitung).

Damit setzt sich nach Auffassung der FDP Kronberg im Taunus eine privatwirtschaftliche Perspektive für den Standort durch – ohne dass die Stadt selbst in die Rolle eines Hotel- oder Gastronomiebetreibers gedrängt wird. Co-Rents positioniert sich als Anbieter von „Serviced Apartments“ und bewirbt insbesondere komfortorientierte, flexibel buchbare Aufenthalte.

Der Vorsitzende Holger Grupe erklärt: „Privat vor Staat – auch hier wieder ein schönes Beispiel dafür, dass aus Wirtschaft und Gesellschaft oft die kreativeren Lösungsvorschläge kommen. Eine Stadt sollte zudem kein Gastronom oder Hotelier sein.“

Noch letzten Sommer hat beim Nachtragshaushalt 2025 hat eine Mehrheit der Stadtverordneten gegen die Stimmen von FDP und KfB für den Erwerb des Posthauses mit städtischen Mitteln in Höhe von EUR 3,8 Mio gestimmt.

Im Dezember nun wurde auf Antrag der FDP beim Haushalt ein „Sperrvermerk Posthaus“ beschlossen. Stefan Griesser, haushaltspolitischer Sprecher der FDP Kronberg, betont: „Wir haben es von Anfang an abgelehnt, dass die Stadt das Posthaus  für Euro 3,8 Millionen kauft. Angesichts der knappen Finanzmittel haben wir uns für klare Prioritäten eingesetzt und wollen das Geld lieber für die Sanierung von Kitas und die Sportanlagen z.B. des EFC Kronberg ausgeben.“.

Auch die Fraktionsvorsitzende Kristina Fröhlich kritisiert die damalige Stoßrichtung anderer Fraktionen deutlich: „Obwohl es noch nicht einmal ein Konzept für die Weiterentwicklung gab, wollten andere Fraktionen natürlich das Posthaus kaufen, als wenn es unbegrenzte Mittel des Steuerzahlers gäbe. Wir sind froh, dass die Vernunft inzwischen gesiegt hat.“

Die FDP Kronberg sieht in der nun realisierten privaten Weiterentwicklung des Standorts ein Signal für eine kommunale Politik, die sich auf Kernaufgaben konzentriert. Auch beim Baufeld am Bahnhof setzt  die FDP auf eine privatwirtschaftliche Weiterentwicklung. Überall dort, wo private Investoren oder Initiativen das Heft in der Hand haben, wie beim Konzertsaal, dem Hotel, dem Bahnhof oder den Schillergärten geht es voran, überall dort, wo die öffentliche Hand im Spiel ist, dauert es für gewöhnlich lange.