FDP setzt sich erneut für Online-Übertragung von Sitzungen ein

30. Juni 2020

Wenn es nach der FDP ginge, sollten alle Parlamentssitzungen und Ausschüsse künftig „gestreamt“ werden.

Die Idee ist nicht neu, scheiterte jedoch vor mehr als zwei Jahren. „Wir möchten, dass Politik innovativer wird und sich für eine breitere Öffentlichkeit öffnet. Um sich eine Sitzung online anzusehen, braucht man keinen Babysitter. Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, können bequem von zu Hause teilhaben.“, so Holger Grupe, Vorsitzender der Kronberger Freien Demokraten.

Was ist streaming?

Als Streaming wird die gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Video- und Audiodaten über ein Rechnernetz bezeichnet. Den Vorgang der Datenübertragung selbst nennt man Streaming und übertragene („gestreamte“) Programme werden als Livestream oder kurz Stream bezeichnet. Im Gegensatz zum Herunterladen („Download“) ist das Ziel beim Streaming nicht, eine Kopie der Medien beim Nutzer anzulegen, sondern die Medien direkt auszugeben, anschließend werden die Daten verworfen.

In Gemeinden wie Maintal oder Niederdorfelden sind Übertragung von öffentlichen Sitzungen bereits Alltag. (siehe hierzu Parlamentsfernsehen Fernsehen) In Friedrichsdorf und Oberursel gibt es entsprechende Initiativen. Die Freien Demokraten sind davon überzeugt, dass die Corona-Zeit allen gezeigt hat, wie es funktionieren kann und dass Technik und Kosten heutzutage kein Argument mehr gegen das Vorhaben sind. Die FDP möchte daher, dass der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Kronberg im Taunus eine Umsetzung in Angriff nimmt. Falls einzelne Abgeordnete nicht im Internet zu sehen sein möchten, könne man sicher eine Lösung finden, das sollte kein Hinderungsgrund sein, so die FDP.

Die FDP-Bürgermeisterkandidatin Kristina Fröhlich ergänzt: „Gerade jetzt, in Corona-Zeiten erfreuen sich Onlineformate großer Beliebtheit. Aber auch darüber hinaus halte ich ein Streaming von öffentlichen Sitzungen für zukunftsfähig. Die Menschen wollen erleben, wie die Parteien ihre Themen vertreten und welche Argumente ausgetauscht werden. Ein Live-Streaming ist da natürlich viel lebendiger und direkter, als es die Zusammenfassung der Debatte in der Zeitung sein kann.“

Die Freien Demokraten werden dazu einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen.