FDP: Bewertung von Einnahmerisiken und Entlastung des städtischen Haushalts

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FDP fordert umgehende Bewertung der Einnahmerisiken und Maßnahmen zur Entlastung des städtischen Haushalts

Seit einigen Wochen vertröstet Bürgermeister Klaus Temmen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung mit Abwarteparolen hinsichtlich der Ermittlung möglicher Gewerbesteuerausfälle sowie geringerer Einkommenssteuer- und Umsatzsteuerumlagen in Folge der „Corona- Krise“.

Auf eine Anfrage von Dietrich Kube (FDP), Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, verwies der Bürgermeister darauf, dass man zunächst die Entwicklung im 1. Halbjahr 2020 abwarten möchte. Die FDP teilt diese zögerliche Haltung nicht und fordert dringend eine vorausschauende Finanzanalyse, um rechtzeitig den Handlungsbedarf für erforderliche Ausgabenkürzungen identifizieren zu können.

Neben den Sorgen um die im Mai fälligen Gewerbesteuervorauszahlungen drohen möglicherweise auch Rückzahlungen von schon geleisteten Gewerbesteuervorauszahlungen für das Jahr 2019, in dem sich bereits ein konjunktureller Abschwung abzeichnete. „In 2020 kann es zu einer Doppelbelastung aus Corona-bedingten geringer Gewerbesteuervorauszahlung und konjunkturell bedingten Gewerbesteuerrückzahlungen für 2019 kommen“, gibt der Haushaltsexperte der FDP, Dietrich Kube zu bedenken.

„So sehr das vorläufige Feedback auf eine Umfrage des Bürgermeisters unter den größten Gewerbesteuerzahlern beruhigen mag, so sehr ist es erforderlich, dass die Stadtverordneten oder zumindest der Haupt- und Finanzausschuss umgehend über die Bandbreiten des absehbaren Defizits und die Höhe des vorhandenen Liquiditätspuffers in Kenntnis gesetzt werden“, fordert auch Walther Kiep, der Fraktionsvorsitzender der FDP.

Gleichzeitig muss auch die Ausgabenseite des Kronberger Haushalts kritisch überprüft werden, um überlegt sinnvolle Maßnahmen anzustossen, die den Haushalt durch Einsparungen oder Umschichtungen von Ausgaben zu entlasten, ohne die Bürger wieder mit höheren Abgaben zu belasten:

Alles in Allem gilt es jetzt, zügig Transparenz über den Handlungsbedarf zu schaffen, um systematisch und vorausschauend agieren zu können. Wie schon der Mikrobiologe Louis Pasteur sagte, „Das Schicksal bevorzugt die, die sich vorbereitet haben“. Diesem Rat sollten wir uns auch als Verantwortliche der Stadt Kronberg für den Umgang mit unserem laufenden Haushalt anschließen.