Der BVMW fragt – Kristina Fröhlich antwortet

20. Februar 2020

Kronberg, den 19. Februar 2020

Es ist Bürgermeisterwahlkampf in Kronberg und es schön, dass das Interesse an der Wahl von allen Seiten groß ist. Neben Einladungen zu Podiumsdiskussionen (wir verweisen bzgl. der Veranstaltungen und Termine auf unsere Terminübersicht), erhalten wir auch Fragebögen von unterschiedlichen Vereinigungen. Wir begrüßen, dieses Engagement der unterschiedlichen Initiativen und Vereinigungen, die so sicherstellen, dass die relevanten Fragen für Ihre Mitglieder geklärt werden und die Mitglieder damit gut informiert am 7. Juni 2020 wählen können.

So hat sich auch der BVMK – der Bundesverband mittelständische Wirtschaft Unternehmenverband Deutschland e. V. bei uns gemeldet und die aus Sicht der Unternehmer relevanten Fragen gestellt, die Kristina Fröhlich, die selbständige Beraterin ist, sehr gern beantwort hat.

Gern möchten wir die Fragen und die Antworten von Kristina Fröhlich auch hier noch mal zusammenfassen:

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Kronberg dauerhaft zu sichern?“

Grundsätzlich sehen wir die Stadt Kronberg vor allem in der Rolle, für Unternehmen und deren Mitarbeiter attraktive Rahmenbedingung zu schaffen. Hierzu zählen für uns vor allem folgende Aspekte:

  1. Kommunikation. Nichts ist so wichtig wie zuzuhören und zu verstehen, wie es den Parteien vor Ort geht. Ein regelmäßiger monatlicher Austausch von Verwaltung und den Mittelstandsvertretern am „runden Tisch“ kann eventuelle Probleme schon im Vorfeld beseitigen. In Hamburg wurde vor Jahren ein „Bündnis für den Mittelstand“ gegründet – eine gemeinsame Plattform zur Förderung und Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Leistungskraft des Mittelstands und damit zur Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Ziel ist es, Kronbergs Position in Deutschland als attraktiven Standort für Selbstständige und mittelständische Unternehmen zu festigen und auszubauen. So eine Initiative würde ich gerne für Kronberg ins Leben rufen.
  2. Gewerbeflächen. Es darf nicht sein, dass Kronberger Unternahmen abwandern, weil sie ihren Bedarf zur Expansion in Kronberg nicht umsetzen können. Bereits 2015 wurde die Arbeit am Stadtentwicklungskonzept begonnen und potentielle zusätzliche Gewerbeflächen identifiziert. Hier müssen nun aber auch die Ergebnisse dieser konzeptionellen Arbeit umgesetzt werden.
  3. Mehr Serviceorientierung und Digitalisierung der Verwaltung. Wir müssen unkomplizierter und schneller Informationen und Unterstützung leisten können.
  4. Verbesserung der Digitalen Infrastruktur Kronbergs. Ein verlässliches und starkes Glasfasernetz im gesamten Stadtgebiert ist eine wichtige Grundvoraussetzung für modernes Arbeiten. Weiterhin bedarf es auch zum Teil einer Verstärkung der Mobilfunknetze.
  5. Unterstützung von Unternehmensgründung sowie Neuansiedlung von bestehenden Unternehmen
    – Schaffung eines zentralen Ansprechpartners für Unternehmensgründer und Unternehmensneuansiedlungen, der mit den besonderen Herausforderungen von Unternehmensgründungen und Neuansiedlungen vertraut ist und ein erster Ansprechpartner für Unterstützung bei allen Arten von Fragen der Verwaltung sein kann.
    – Stärkere Zusammenarbeit der Stadt Kronberg mit dem Bund der Selbständigen, der IHK Frankfurt und anderen Unternehmensverbänden und -vereinigung, um wertvolle Anregungen für Verbesserungen aufzunehmen und dann umzusetzen
    -Beibehaltung eines attraktiven Gewerbesteuerhebesatz in Kronberg 357% im Vergleich zu Frankfurt am Main 460%
  6. Stärkeres proaktives Risikomanagement von künftig zu erwartenden Extremwetterereignissen, die ggf. zu Betriebsunterbrechungen führen könnten

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Bürgermeisterin widmen wollen?“

Ich plane, mit allen Mitteln vor Ort dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken:

  • Schaffung von zusätzlichem Wohnraum für Ihre Mitarbeiter. Die Initiative der Kronberger FDP, eine Wohnbaugesellschaft zu gründen, ermöglicht es der Stadt Kronberg, eigenständig die Belegungskriterien festzulegen und ggf. anzupassen.
  • Mobilität. Wir haben bereits eine sehr gute Verkehrsanbindung an die Stadt Frankfurt und den Flughafen. Das Pendeln mit dem Auto jedoch ist ein belastender Faktor. Daher unterstützen wir auf der einen Seite eine erhöhte Taktzahl der S-Bahn, die Umsetzung der geplanten West-Tagente zum Flughafen, eine Optimierung der Ampelschaltungen wie auch eine kommunale Zusammenarbeit mit umliegenden Kommunen, um eine Entlastung am Sodener Stock zu ermöglichen. Aktiv setze ich mich auch für die Förderung von Co-Sharing Spaces im Stadtgebiet ein.

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Mir wäre es wichtig, mit der mittelständischen Wirtschaft eine direkte Kommunikation zu haben, um Ihre Situation und Ihre Herausforderungen jederzeit richtig zu verstehen und daraus dann auch Handlungen abzuleiten.

Die Orignalanwort von Kristina Fröhlich können Sie hier auf der homepage des BVMK einsehen.

Für weitere Rückfragen
Kristina Fröhlich
Email: kristina.fröhlich@fdp-kronberg.de