Betreuung durch Tagesmütter während Corona-Pandemie möglich machen

14. Mai 2020

Eltern stoßen in Corona-Zeiten an ihre Grenzen – besonders mit Kleinkindern im HomeOffice. Die Bürgermeisterkandidatin Kristina Fröhlich: „Es ist schier utopisch und naiv zu denken, dass man mit Kindern im Kita-Alter zuhause arbeiten kann. Bei vielen ist der Jahresurlaub aufgebraucht, die Nerven schon längst.“ Wenn die Kita-Öffnungen noch auf sich warten lassen, ist dies schwierig genug. Wieso kann dann nicht wenigstens die Tagemütter-Betreuung wieder geöffnet werden? Das würde zumindest einigen Eltern helfen!

In mehreren Bundesländern (z.B. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) dürfen Tagesmütter wieder Kinder betreuen.

Da bei einer Tagespflegeperson laut Gesetz nur bis zu fünf Kinder betreut werden dürfen, ist das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus geringer als in einer deutlich größeren Kita.

In Hessen sieht der neue „Corona-Fahrplan“ nun vor, dass seit dem 9.Mai „familiäre Betreuungsgemeinschaften aus bis zu drei Familien“ gebildet werden dürfen. Drei Familien – da kommt man schnell auf FÜNF Kinder.

Da stellt sich die Frage, warum sich Familien mit fünf oder mehr Kindern bei der Betreuung unterstützen dürfen, aber Tagemüttern / –vätern dies nicht erlaubt wird!

In vielen Bundesländern und Städten hat man dies verstanden, z.B. in München werden Tagesmütter ab 11. Mai wieder bis zu 5 fremde Kinder gleichzeitig betreuen. „Das ist eine kleine, feste Gruppe, das ist sehr vertretbar“, so die Sozialministerin Trautner über diese Entscheidung.

Die Kronberger FDP hat sich dazu mit der Landtagsfraktion der Freien Demokraten zusammengesetzt, die sich in Hessen für eine baldige Öffnung der Tagesmütter-Betreuung einsetzen wird.